Quelle: Elisa GelmrothDie Medienpädagogische Masterclass (MPMC) knüpft an die erfolgreiche Medienpädagogische Zusatzqualifikation (MPZQ) an und richtet sich an Fachkräfte, die ihre medienpädagogischen Kompetenzen gezielt vertiefen und erweitern möchten.
Im Mittelpunkt stehen Themen, die in der MPZQ bislang wenig oder keinen Platz fanden – sei es aufgrund der rasanten technologischen Entwicklung oder wachsender Anforderungen an eine inklusive und zielgruppengerechte Medienbildung.
Die Kursinhalte
Die Masterclass ist als Erweiterungsfortbildung konzipiert: In fünf praxisorientierten Kursblöcken setzen sich die Teilnehmer*innen intensiv mit aktuellen und zukunftsrelevanten Themenfeldern der Medienpädagogik auseinander. Die Fortbildung schließt mit einem Kolloquium ab, in dem die Teilnehmer*innen ihren persönlichen Lernfortschritt vorstellen und reflektieren.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Masterclass bauen die Teilnehmer*innen auf ihrem vorhandenen Fachwissen auf und sind in der Lage, medienpädagogische Angebote in anspruchsvollen Handlungsfeldern konzeptionell wie praktisch weiterzuentwickeln.
++ Für diese Fortbildung besteht folgende Zugangsbeschränkung: Um an der Medienpädagogischen Masterclass (MPMC) teilzunehmen, setzen wir als Landesfachverband Medienbildung Brandenburg (lmb) den Abschluss der Medienpädagogischen Zusatzqualifikation (MPZQ) oder drei Jahre praktische Erfahrungen in der Medienbildungs-/Medienkompetenzarbeit mit Kindern und Jugendlichen voraus. Beides ist beim Ausfüllen des Anmeldungsformulars
nachzuweisen. ++
Der Kurs setzt grundlegende Kenntnisse Künstlicher Intelligenz voraus. Neben der Anwendung (Programmieren und Coden mit gängigen KI-Modellen) steht die kritisch-analytische Auseinandersetzung im Fokus. Behandelt werden die Funktionslogiken datengetriebener Systeme, Fragen von Verzerrung (bias), Datafizierung und algorithmischer Macht ebenso wie die ethischen und normativen Spannungsfelder, die der Einsatz von KI in Bildungskontexten aufwirft. Auf dieser Grundlage entwickeln die Teilnehmer*innen ein professionsbezogenes Verständnis kritischer KI-Kompetenz (critical AI literacy) und erarbeiten konzeptionelle Ansätze.
Aufbauend auf vorhandenen Erfahrungen in der Videoproduktion vertiefen die Teilnehmer*innen ihr Verständnis der digitalen Postproduktion im Hinblick auf ihre technische sowie ästhetisch-narrative Dimension. Montagetheorie und Dramaturgie, Farbgestaltung (color grading), Tonebene und grafische Gestaltung werden als zusammenwirkende Mittel der Bildsprache reflektiert und an eigenen Projekten erprobt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich der Schnittprozess als anspruchsvoller Lern- und Reflexionsort für Storytelling, ästhetische Bildung und kritische Medienanalyse mit Jugendlichen erschließen lässt.
Der Kurs verbindet die lerntheoretischen Grundlagen der Maker-Education und des computational thinking mit ihrer didaktischen Ausgestaltung. Anhand von Robotik- und Mikrocontroller-Umgebungen entwickeln die Teilnehmer*innen eigene Lernarrangements und analysieren deren Bildungspotenzial für unterschiedliche Altersgruppen und Settings. Reflektiert werden auch die Grenzen und Ambivalenzen des Ansatzes – etwa Fragen technischer Zugänglichkeit, geschlechtsbezogener Teilhabe und der Unterschied zwischen bloßem Nachbauen und einem wirklich gestaltend-explorativen Lernen. Ziel ist eine fachlich fundierte, didaktisch durchdachte Maker-Praxis, die über das Erproben einzelner Materialien hinausreicht.
Inklusive Medienbildung formuliert den Anspruch, allen jungen Menschen Teilhabe an einer mediatisierten Gesellschaft zu ermöglichen. Hinter diesem Anspruch stehen anspruchsvolle Fragen nach Differenz und Normalität, nach strukturellen Zugangsbarrieren und nach dem Verhältnis von digitaler Ungleichheit und sozialer Benachteiligung.
Der Kurs verortet inklusive Medienbildung theoretisch zwischen Inklusionspädagogik, Diversitäts- und Teilhabeperspektiven und macht diese Grundlagen für die konzeptionelle Arbeit nutzbar. Mit Bezug auf Ansätze wie das universal design for learning analysieren die Teilnehmer*innen bestehende Konzepte und Materialien hinsichtlich ihrer Inklusivität und entwickeln tragfähige Gestaltungsprinzipien für heterogene Gruppen. Digitale Werkzeuge der Zugänglichkeit und assistive Technologien werden ebenso reflektiert wie partizipative Verfahren.
Die Medienpädagogische Masterclass schließt mit einem gemeinsamen Kolloquium ab. Im Mittelpunkt steht die analytische Reflexion des eigenen Kompetenzzuwachses: Die Teilnehmer*innen stellen dar, wie sich ihr fachliches und konzeptionelles Verständnis vertieft hat, welche theoretischen wie methodischen Impulse sie aus der Fortbildung aufgenommen haben und welche Vorhaben sie für die Weiterentwicklung ihrer medienpädagogischen Praxis ableiten. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Kolloquiums erhalten die Teilnehmer*innen ihre qualifizierte Teilnahmebescheinigung.
Weitere Informationen
Der erste Durchgang dieser Fortbildung startet am 07. Oktober 2026.
Bewerbungsschluss ist der 30. September 2026.
Individuelle Beratungstermine via Videokonferenz zu den Modulinhalten und den organisatorischen Details sind in Absprache mit Dominik Gelmroth möglich.
Kosten
Die Fortbildung wird durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport gefördert. Dennoch müssen wir – um kostendeckend zu arbeiten – eine Teilnahmegebühr in Höhe von 940,- Euro erheben.
Ansprechpartner*innen
Andreas Hackert
- Tel.: 0331-60 11 88 42
- Mobil: 01590 611 9 266
- Mail: hackert@medienbildung-brandenburg.de
Dominik Gelmroth
- Tel.: 0331-60 11 88 43
- Mobil: 01590 611 9 331
- Mail: gelmroth@medienbildung-brandenburg.de
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