Medienpädagogik-Fachtag im Landkreis Barnim

Ein medienpädagogischer Fachtag für Fachkräfte der Jugendarbeit aus dem Landkreis Barnim

Digitale Medien sind aus den Lebenswelten junger Menschen nicht mehr wegzudenken. TikTok, Smartphones, algorithmische Empfehlungssysteme und Künstliche Intelligenz prägen zunehmend, was Jugendliche sehen, wie sie kommunizieren, welche Informationen sie erhalten und teilweise auch, wie sie die Welt wahrnehmen.

Doch wie können wir als Pädagog*innen und Fachkräfte diese digitalen Lebenswelten verstehen und junge Menschen kompetent begleiten? Welche Rolle spielen Algorithmen dabei, welche Inhalte uns angezeigt werden und wie beeinflussen sie unsere Meinungsbildung? Warum üben Plattformen wie TikTok eine solche Faszination aus? Und wie können wir mit Künstlicher Intelligenz und KI-Begleitern pädagogisch sinnvoll und verantwortungsvoll umgehen? Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Eltern und Familien in diesen Herausforderungen unterstützt werden können: Wie lässt sich Smartphone-Nutzung sicher und bewusst gestalten? Wo braucht es Schutz und klare Grenzen – und wo sind Befähigung, Teilhabe und gemeinsames Ausprobieren wichtiger?

Der Medienpädagogik-Fachtag nimmt diese Fragen in den Blick und verbindet aktuelle Entwicklungen mit medienpädagogischer Praxis. Erneut laden wir Fachkräfte aus der Jugendarbeit im Barnim ein, gemeinsam nachzudenken und auszuprobieren. Außerdem wird es Raum für Austausch und Vernetzung geben. Mit diesem Tag möchten wir Fachkräfte dabei unterstützen, junge Menschen in einer digitalisierten Welt kompetent begleiten zu können.

TikTok prägt, was Jugendliche sehen, denken, teilen und damit längst auch unsere demokratische Öffentlichkeit. Welche Rolle spielen Algorithmen, wenn sie entscheiden, welche Welt uns angezeigt wird? Und warum verbringen so viele (junge) Menschen ihre Zeit auf TikTok? Und warum tun Pädagog*innen sich so schwer damit, diese Welt wirklich zu verstehen?
Eine Keynote über TikTok, Plattformdynamiken und die Frage, wie viel Medienkompetenz es braucht und welche Grenzen der Begriff auch mit sich bringt.
Speakerin: Charlotte Lohmann ist Bildungsreferentin für Medienkompetenz und digitale Demokratiegefährdung. Sie arbeitet seit 2021 bei der Amadeu Antonio Stiftung im Feld der Demokratie- und Medienbildung. Im Fokus steht das Aufzeigen von Handlungsstrategien gegen digitale Hassphänomene sowie Desinformation. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Stärkung einer demokratischen Medienkompetenz als notwendige Antwort auf die Demokratiefeindlichkeit im digitalen Raum. Im Fokus ihrer Arbeit steht die Konzeption didaktischer Bildungs- und Lernformate, die Vermittlung pädagogischer Handlungsoptionen sowie die Analyse demokratiefeindlicher Onlinekulturen und rechtsextremer Social-Media-Nutzung. Dabei nimmt sie vor allem audiovisuelle Medien wie zum Beispiel TikTok, YouTube, aber auch Twitch in den Blick und entwickelte ein medienpädagogisches TikTok Action Kit.

Der Umgang mit Chatbots und KI-Agenten ist inzwischen ein selbstverständlicher Bestandteil im medialen Alltag von Kindern und Jugendlichen. In diesem Praxis-Workshop erproben wir die Interaktion mit KI-Begleitern und setzen spielerische Methoden ein, um einige Auswirkungen der zunehmenden parasozialen Interaktion beim Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu thematisieren und medienpädagogisch einzuordnen.   

Workshopleitung: Dr. Stoyan Radoslavov ist medienpädagogischer Referent beim JFF-Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. In dieser Funktion entwickelt er seit 2019 medienpädagogische Modellprojekte mit dem Schwerpunkt KI und Digitaler Wandel. 

Beschreibung folgt

Zeit und Ort

Zeit: 15. Oktober 2026, 09:45 bis 16.00 Uhr

Ort: Ortsteilzentrum Ahrensfelde, Lindenberger Str. 1b, 16356 Ahrensfelde 

Ablauf

9:15 Ankommen und Anmeldung

9:45 Begrüßung

10:00 Input

10:30 Workshopphase I

12:30 Mittagspause mit Plakatausstellung

13:30 Workshopphase II

15:30 Kaffeepause

16:00 Abschluss

Diese Qualifizierungsmaßnahme ist ein Angebot des lmb e.V. in Kooperation mit dem Landkreis Barnim, gefördert durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) des Landes Brandenburg.

4. September 2026