Jugendliche lernen im Projekt/Workshop ihr eigenes Mediennutzungsverhalten zu reflektieren und Fertigkeiten für einen bewussten Umgang sowie Strategien zur digitalen Achtsamkeit zu entwickeln.
Was ist die Projektidee?
Jugendliche sollen zwischen Medienkonsum und konstruktiver Mediennutzung unterscheiden lernen und durch eine partizipative Entwicklung von Strategien zur digitalen Achtsamkeit in der Lage sein, ihre Mediennutzung bewusst zu steuern. Sie sollen Methoden zur Reduzierung von Stress und Bildschirmzeiten für sich gezielt einsetzen können.
Im Vorfeld eines eintägigen Schülerworkshops führt dazu jede*r der Jugendlichen eine Woche lang ein Medientagebuch, indem sie täglich ihr Mediennutzungsverhalten festhalten. Die gemeinsame Analyse und Reflexion der Ergebnisse im Workshop ist einer der Ausgangspunkte für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Mediennutzungsverhalten. Das Kennenlernen konkreter Handlungsoptionen für einen bewussteren Medienumgang soll eine Umsetzung im eigenen Medienalltag möglich machen. Durch die Erstellung von eigenen Kampagnenmaterialien zum achtsamen Medienkonsum sollen die Jugendlichen ihre Erkenntnisse auch anderen Jugendlichen vermitteln.
Umfangreiche Arbeitsmaterialien, wie z. B. das Medientagebuch oder die Anleitung zur Erstellung eines Plakats, werden im Vorfeld des Workshops erarbeitet und zur Verfügung gestellt.
Der Workshop kann sowohl in der Schule als auch im Rahmen der Jugendarbeit integriert werden.
Wie wurde das Projekt umgesetzt?
Vor der Durchführung fand ein Vorgespräch mit den Fachkräften des jeweiligen Standorts statt, um den Ablauf des Workshops vor Ort zu besprechen und den Fachkräften wurden die vorbereitenden Projektmaterialien zur Verfügung gestellt. Die Medientagebücher, die im Workshop ausgewertet werden, wurden eine Woche vor dem eigentlichen Workshop an die Jugendlichen verteilt.
Die Workshopeinheiten wurden so geplant, dass sie bei Erstdurchführung durch Medienpädagog*innen an einem Vormittag (6 UE á 45 Min.) durchzuführen sind.
Im Workshop kamen vielfältige aktivierende Methoden zum Einsatz. Dazu gehörten die Vorführung eines einführenden Films mit anschließender Diskussion, eine Begriffsklärung zu “Stress” und “Achtsamkeit”, die Erstellung eines gemeinsamen Plakats zur Mediennutzung auf der Grundlage der Medientagebücher, das Drehen eines Werbeclips oder Erstellen eines Werbeplakats zum Thema “Digitale Balance – mit Achtsamkeit der eigenen Mediennutzung begegnen”. Darüber hinaus wurden Studien und Hintergrundinformationen zur qualitativen Einordnung der Mediennutzung oder auch Kontrollmöglichkeiten, wie z. B. “Bildschirmzeit” am Smartphone vorgestellt. Mit den Fachkräften vor Ort wurde im Anschluss an den Workshop noch ein Nachgespräch geführt.
Werden die Workshops später durch die Pädagog*innen vor Ort angeboten, lässt sich der Workshop auch in drei Einheiten mit je 90 Minuten splitten, um die Inhalte z. B. in Klassenratsstunden vermitteln zu können.
Das Projekt wurde im Rahmen der jumblr-Praxisqualifikation 2021 entwickelt.
Technik
- Digitales Whiteboard oder Computer mit Beamer
- Smartphones oder Tablets mit vorinstallierten Test-Apps
- (Technik kann ggf. von den Schulen über jumblr geliehen werden)
Zielgruppe
11 bis 14 Jahre
Dauer
- insgesamt 1 Woche
- Workshop: 6 UE á 45 Minuten
Kooperationspartner*innen
- lmb – jumblr
- JIM
- Schule, Schulsozialarbeiter*innen
Ansprechpartner*in
Isgard Walla, lmb
Cornelia Kern, lmb