Fortbildung/Workshop „TikTok, KI und Desinformation“

Donnerstag 06.06.2024 | 10.00 – 15.00 Uhr | #DABB, Schiffbauergasse 14 (5. OG) , 14467 Potsdam

Es ist zu erwarten, dass Jugendliche im Land Brandenburg 2024 prominente Zielgruppe von Desinformation werden. Jugendliche ab 16 Jahren können sich zwischen Elbe und Oder an Kommunal- und Landtagswahlen sowie erstmalig auch an Europawahlen beteiligen. Laut der aktuellen JIM-Studie waren sie 2023 durchschnittlich 224 Minuten täglich online. Knapp zwei Drittel der Jugendlichen war am aktuellen Weltgeschehen interessiert. 63 Prozent zeigten Interesse am Klimawandel, 54 Prozent am Ukraine-Krieg. Im Rahmen der JIM-Studie wurde weiterhin gefragt, über welche Wege Jugendliche regelmäßig mit dem aktuellen Weltgeschehen in Kontakt kommen. Hier sind insbesondere Gespräche mit der Familie von großer Bedeutung. Ein Drittel informiert sich jedoch vorrangig über YouTube, gefolgt von TikTok (30 Prozent) und Instagram (29 Prozent).

In der Fortbildungsveranstaltung wird der Blick exemplarisch auf das soziale Medium TikTok gerichtet. Multiplikator:innen der Jugendarbeit werden in die Funktionsweise der vor allem bei Jugendlichen (Generation Z) beliebten Kurzvideoplattform eingeführt. Daran schließt sich eine Einführung in zentrale Begrifflichkeiten zum Thema „Desinformation“ an. Thematisiert werden Auswirkungen von Informationsmanipulation auf die medienpädagogische Arbeit. Der Fokus liegt dabei auf konkreten Handlungsmöglichkeiten, die Multiplikator:innen der Jugendarbeit haben. U.a. wird am Beispiel von Deep Fakes, die durch Künstliche Intelligenz (KI) niederschwellig machbar sind, die Nutzung von Monitoring-Tools als Ansatz vorgestellt.

Referent*innen: Solveig Barth (Institute for Strategic Dialogue gGmbH) und Charlotte Lohmann (Amadeu Antonio Stiftung).

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Schwerpunktes „Digitale Jugendarbeit/-bildung: Innovative Formate und Trägersupport“ der DigitalAgentur Brandenburg statt.

Sie ist zugleich ein Beitrag zum Digitaltag 2024.

2. Mai 2024